Holz hat je nach Holzart spezifische Eigenschaften und einen eigenen Charakter. Es kann daher unter bestimmten Bedingungen wie wechselnder Luftfeuchtigkeit „arbeiten“. Das beeinflusst die Maßhaltigkeit des Produkts, hat aber keinen Einfluss auf dessen Dauerhaftigkeit.
Möglicherweise stellen Sie Folgendes am Holz fest:
Fugen, Äste und Astlöcher
Jahresringe, Fugen und Äste gehören zum Charakter des Holzes. Äste und Astlöcher im Stamm entstehen durch Seitenäste des Baums. Menge und Art der Äste hängen von der Holzart ab. Jahresringe sagen etwas über das Alter des Baums aus.
Tipp! Lose Astlöcher oder Äste lassen sich jederzeit mit Holzleim wieder befestigen.
Quellen, Schwinden und Rissbildung
Durch Feuchtigkeit oder Trockenheit entsteht eine Volumenänderung, wodurch Holz quellen oder schwinden kann und Risse entstehen können. Je höher die Dauerhaftigkeitsklasse, desto kleiner die Trocknungsrisse. Das Arbeiten des Holzes tritt im Übrigen nur bei feuchten Bedingungen oder ungleichmäßigem Trocknen auf.
Tipp! Sorgen Sie dafür, dass Holz „atmen“ kann, indem Sie es rechtzeitig vor der Verwendung aus der Verpackung nehmen, und lassen Sie es nicht in der prallen Sonne liegen.
Farbunterschiede / Vergrauen
Bei der Imprägnierung werden verschiedene Farbpigmente in das Holz eingebracht. Je nach Holz und Lagerung treten diese Pigmente hervor. Diese Farbunterschiede verschwinden unter Sonneneinstrahlung langsam. Mit der Zeit wird – selbst imprägniertes – Holz unter dem Einfluss des UV-Lichts heller und vergraut. Das Vergrauen von Holz ist ein langsamer Prozess.
Schimmel (weiße Flecken)
Oberflächliche Schimmelflecken im Holz können entstehen, wenn nasse Teile längere Zeit dicht gestapelt liegen, was während Produktion und Transport vorkommen kann.
Tipp! Schimmel lässt sich einfach mit einem Reinigungsmittel (zum Beispiel Essig oder Chlorbleiche) oder einem speziellen Schimmelentferner entfernen. Im Übrigen verschwindet er mit der Zeit durch die Witterung.
Weiße und grüne Flecken (Salzflecken)
Bei imprägniertem Holz kann es so aussehen, als bilde sich Salz an der Holzoberfläche. Diese weißen und grünlichen Verfärbungen entstehen durch die Kombination von Imprägniermittel und Harz. Diese Flecken verschwinden von selbst.
Tipp! Einfach mit einem feuchten Tuch zu entfernen.
Harz
Zum Schutz vor Viren und Infektionen bildet ein Baum Harz. Das ist eine natürliche Erscheinung, und die Harzmenge kann von Baum zu Baum stark variieren. Nach dem Aushärten lässt sich Harz einfach entfernen. Auf Kiefernholz sind häufig grüne Sprenkel vorhanden, weil sich Harz mit dem Imprägniermittel vermischt.
Tipp! Grüne Sprenkel lassen sich mit einer Bürste leicht entfernen. Etwaige Harztropfen können Sie vorsichtig abkratzen oder mit Terpentin entfernen.
Ausbluten
Besonders tropisches Hartholz kann Flüssigkeiten absondern, die manchmal rostfarben sind. Diese Stoffe sind ungefährlich, können aber Flecken auf darunterliegenden Bauteilen hinterlassen oder sich mit der aufgebrachten Farbschicht vermischen. Das sogenannte „Ausbluten“ hört mit der Zeit von selbst auf.
Tipp! Arbeiten Sie nur mit gut getrocknetem Holz. Tragen Sie vorzugsweise zwei Grundierungen auf Terpentinbasis mit 24 Stunden Trockenzeit auf. Dennoch Flecken? Sie verschwinden mit der Zeit durch den Regen oder mithilfe von Chlorbleiche.
Kernholz und Splintholz
Ein Baum enthält Splint- und Kernholz. Das Kernholz sorgt für die Festigkeit, während der Splint die Nährsäfte transportiert. Bei einigen Holzarten wie Kiefer und Douglasie hat der Splint eine hellere Farbe. Konstruktionsholz besteht teilweise aus Splint; kleine Teile wie Latten und Bretter können mehr Splint enthalten. Von Natur aus ist Splintholz weniger dauerhaft.






